Hormone und Training

Hormone und TrainingHormone und Training

Hormone und Training beeinflussen sich gegenseitig in vielseitiger Art und Weise. Durch das Training werden Hormone ausgeschüttet oder abgebaut. Sie verhelfen zu einem Trainingserfolg oder sorgen für Entspannung.

Was sind Hormone?
Es sind ganz einfach die körpereigenen Botenstoffe. Sie werden von Punkt A nach Punkt B im Körper gesendet und sagen an, was dort zu tun ist. Die Informationsübermittlung läuft in der Blutbahn, wo man sie auch nachweisen kann. Eine Bestimmung des Hormonspiegels ist also über einen Bluttest möglich. Eine große Menge an Hormonen hat mit der körperlichen Bewegung zu tun, deswegen werden hier nur kurz die wichtigsten vorgestellt.
Für detaillierte Infos mit wissenschaftlichen Daten empfehle ich: Hormone und Sport.

Generell empfehle ich: nicht in den Hormonspiegel eingreifen, sofern es nicht medizinisch notwendig ist und unter ärztlicher Kontrolle stattfindet. Der Körper regelt den Hormonspiegel. Dreht man an einem Rädchen, drehen sich andere Rädchen mit. Das von Doping abzuraten ist, das ist sowiso klar. Aber auch einige Medikamente, vor allem einige Verhütungsmittel, haben einen massiven Eingriff in die Steuerungssysteme des Körpers zur Folge.

Testosteron
Das Männer-Hormon. Siehe dazu auch Sex und Training. Es steigert den Muskelaufbau und die Libido und verkürzt die Regeneration. Deswegen ist es gerade im Krafttraining von großer Bedeutung. Leider spielt es auch beim Doping ein große Rolle. Sowohl im Amateur- wie im Profisport. Interessanter Effekt: Ausdauertraining im aeroben Bereich lässt den Testosterongehalt steigen. Das sind optimale Voraussetzungen für nachfolgendes Krafttraining oder Sex ;-).

Endorphine
Für viele ist das der Grund, mit dem Training überhaupt anzufangen. Das gute Gefühl danach. Endorphine werden beim Sport produziert. Bekannt sind z.B. das Runners High. Sie vermitteln ein Glücksgefühl, wirken aber auch als natürliches Schmerzmittel und werden stark bei Gefahrensituationen und Extremsport ausgeschüttet. Weitere Informationen hier: Endorphine produzieren.

Erythropoetin
Auch EPO genannt. Das klingt nach Leistung, nach Bergetappe, das klingt nach….. ja leider Doping im Radsport. EPO ist für die Bildung roter Blutkörperchen da. Diese Blutkörperchen transportieren Sauerstoff zu den Muskeln. Problem: Dickes Blut. Siehe auch Thema Doping.

Wachstumshormone
Diese Hormone fördern die Zellteilungsrate, d.h. der Körper kann sich schneller und effektiver an die Belastung anpassen. Bekannt ist HGH, das Human Growth Hormon. Nimmt mit steigendem Alter ab. Für die Bildung von Muskulatur und Knochen zuständig.

Kortison, Adrenalin und Cortisol
Sind die Stresshormone und beliebt bei Burn out Patienten. Sie werden durch moderate sportliche Bewegung abgebaut. Adrenalin wird aber auch beim Sport produziert. Gerade in Mannschafts- oder Kampfsportarten. Denn es erhöht die Reaktionsfähigkeit und Kampfbereitschaft des Körpers. Durch Bewegung werden diese Hormone abgebaut. Nach intensiver sportlicher Belastung ist aber auch bewusste Entspannung oder auslaufen zu empfehlen.
Siehe auch Beitrag Positiver und negativer Stress.

Insulin
Insulin ist für die Regulierung des Blutzuckerspiegels notwendig. Mit einem zu niedrigen Blutzuckerspiegel intensiv zu trainieren ist nicht unbedingt empfehlenswert. Siehe Training vor dem Frühstück und Blutzucker und Sport. Wenn dann Übelkeit oder Schwindel auftritt kann das an Unterzuckerung liegen. Sicherheitshalber habe ich beim Personal Training immer einen Traubenzucker dabei. Wichtig natürlich ist dauch für Diabetiker, bei sportlicher Betätigung den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren.

Das ist nur ein kleiner Überblick, aber er veranschaulicht ein paar unserer Vorgänge im Körper. Viel Spaß beim Training.
Bitte beachten Sie Hinweise zu Gesundheitsthemen

Author Description

Jörg Gerstmann

Jörg Gerstmann ist Diplom Sportwissenschaftler und Personal Trainer in München und Starnberg. Er arbeitet als freier Berater im betrieblichen Gesundheitsmanagement bei symbicon und Area Manager bei Power Plate.

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