Positiver und negativer Stress

positiver und negativer stressPositiver und negativer Stress

Ist es heutzutage schon cool Stress zu haben? Egal wo man hinsieht, jeder hat Stress. Und jeder Coach gibt Seminare zur Stressbewältigung.

Biologischer Hintergrund
Echter Stress entsteht durch Gefahrensituationen. Früher durch einen Angriff von wilden Tieren oder Kämpfe. Um die Reaktionen des Körpers zu beschleunigen und den Körper für Kampf oder Flucht vorzubereiten, läuft das System auf Hochtouren und schüttet Adrenalin und weitere Hormone aus. Da diese Vorgänge von Bewegung gefolgt waren, wurde das alles wieder abgebaut. Der Körper hat sich wieder entspannt und war erschöpft. Heute entstehen Stresssituationen anders und der Körper bewegt sich nicht mehr. Die Spannung bleibt bestehen.

Positiver Stress
Das wusste ich auch nicht. Positiver Stress wird auch Eustress genannt. Und er ist absolut notwendig, um uns leistungsfähig zu halten. Wer keine Herausforderung spürt, hat auch keine Notwendigkeit, sich zu verbessern. Wie im Training. Irgendwann hat sich der Körper an die immer selbe Belastung angepasst. Dann muss etwas Neues her, sonst gibt es keinen Trainingseffekt. In einer gewissen „Langeweile“ entstehen oft aber auch neue Ideen. Für die Kreativität sehr förderlich. Aus diesen neuen Ideen entsteht positiver Stress. Hält Langeweile und Tatenlosigkeit zu lange an, kann das schädlich sein. Man spricht bei eintöniger Arbeit auch vom Bore-out-Syndrom. In Deutschland bekannt unter „Dienst nach Vorschrift.“

Negativer Stress
Burn Out ist der Trend unseres Jahrzehnts. Manager Burn Out, Schüler Burn Out, Studenten Burn Out, Mama Burn Out. Jedem wird es zu viel. Und das Wort wird gerne für eine kurzfristige Überlastung verwendet. Da ich im Personal Training einige Kunden kenne, die Burn Out hatten, kann ich sagen: das ist etwas anderes. Völliges ausgebrannt sein, Niedergeschlagenheit, depressionsähnliche Zustände, auch körperliche Erschöpfung usw. Man fühlt sich mit jeder Aufgabe überfordert. Negativer Stress entsteht einfach, wenn die vorhandene Energie und Zeit nicht zur Bewältigung der Aufgaben reicht. Oder wenn man sich selbst Maßstäbe setzt, die nicht erreichbar sind. Siehe auch Zielsetzung.

Symptome und Folgen von Stress

Was für den einen Stress ist, ist für den anderen das Aufwärmprogramm. Die Stresswahrnehmung hängt in großem Maße von der persönlichen Leistungsfähigkeit ab. Somit auch die Symptome. Wer häufig Krank im Urlaub wird, sollte sich Gedanken machen. Bluthochdruck, Verdauungsprobleme, Schlafstörungen, unspezifische Rückenschmerzen. Anfälligkeit für Erkältungen. Sieh auch open window effekt. Psychische Faktoren wie Aggressivität, Stimmungsschwankungen können Anzeichen sein. Das große Finale bildet dann der Burn Out. Wenn zum Stress auch noch Bewegungsmangel und falsche Ernährung dazukommen, dann kann es wirklich gefährlich werden. Bis zum Schlaganfall und Herzinfarkt ist alles möglich. Siehe auch Metabolisches Syndrom. Bandscheibenvorfall kann auch indirekt etwas damit zu tun haben, wegen ständiger Verspannungen und Fehlbelastungen.

Stress im Sport
Gerade im Profibereich herrscht enormer Erfolgsdruck. Aber nicht nur hier. Eine richtige Trainingsplanung kann helfen. Beim Thema Übertraining finden Sie wertvolle Informationen.

Burn Out Prävention
Ganz klar, Bewegung im Alltag und Entspannung als Ventile, um Stress abzubauen. Hier zum Thema Burn Out und Sport. Aber auch wichtig: Überdenken Sie Ihre Situation und schätzen Sie alle Tätigkeiten richtig ein. Muss ich wirklich alles selbst machen? Welche Arbeiten lassen sich delegieren oder aufschieben? Eine einfache Möglichkeit ist die sogenannte Eisenhower Matrix . Teilen Sie Aufgaben nach den zwei Kriterien Wichtigkeit und Dringlichkeit.

  • Wichtig und Dringlich: sofort und selbst erledigen
  • Wichtig nicht Dringlich: Terminieren und selbst erledigen
  • Dringlich nicht wichtig: delegieren
  • Nicht dringlich, nicht wichtig: Papierkorb

Weitere Methoden der Stressbekämpfung
Das meiste was mit der Produktion von Endorphinen zu tun hat, eignet sich auch zum Stressabbau.

Diese Methoden sind nicht empfehlenswert, finden aber der Vollständigkeit halber Erwähnung.

  • Alkohol: er senkt den Muskeltonus (Spannung in der Muskulatur).  Man sagt daher auch, dass Alkohol entspannt. Gegen ein Glas Wein oder „a hoibe“ Bier gelegentlich ist auch nichts einzuwenden.
  • Nikotin: Das Nikotin hat bestimmte Wirkungen, die auch entspannend wirken. Wer oft eine Zigarette „braucht“ sollte daher überlegen: bin ich süchtig, oder hab ich Stress.
  • Kohlehydrate: Bei Stress mal gerne einen Tafel Schokolade. Das hat vor allem mit den Endorphinen zu tun.

Viel Erfolg! Und eine entspannte Zeit wünscht Ihr Personal Trainer

Author Description

Jörg Gerstmann

Jörg Gerstmann ist Diplom Sportwissenschaftler und Personal Trainer in München und Starnberg. Er arbeitet als freier Berater im betrieblichen Gesundheitsmanagement bei symbicon und Area Manager bei Power Plate.

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