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KindertrainingKindertraining

Zum Thema Kindertraining gibt es viele Extreme. Kleine Mädchen die sich beim Spitzentanz die Gelenke schädigen (und stolze Mamas dazu), Fußball Eltern die am Spielfeldrand stehen und schreien: „Hau ihn um“!
Das Thema Kindertraining ist ehrlich gesagt viel zu groß, um es in einem Artikel abzuhandeln. Hier nur ein paar Grundgedanken. Man sieht auf der einen Seite hochgezüchtete ehrgeizige Leistungssportler und auf der anderen Seite stark übergewichtige und unbewegliche Kinder.

Eltern sind Vorbilder.

Kinder haben einen großen Bewegungsdrang von Natur aus. Man muss Ihnen aber die Möglichkeit geben, diesen auszuleben und Bewegungsräume schaffen. Selbst wenn kein eigener Garten vorhanden ist. Kinder sehen Eltern immer als Vorbilder. Wenn Papas Freizeit aus TV und PC besteht, dann ist das auch für die kleinen interessant. Wer will, dass sich seine Kinder bewegen, muss es Ihnen vorleben!

Kinder brauchen nicht von Anfang an ein professionelles Angebot.

Ein Spielplatz, eine Wiese, Bäume zum Klettern und Sie sind glücklich. Ich halte auch nichts davon, wenn schon im Kindergartenalter „Kinder-Yoga“ oder ähnliches angeboten wird, um „natürliches Bewegung zu fördern.“ Tür auf und raus mit den Kids. Ständig angeleitete Kurs und Termine schränken Sie zudem in Ihrer Kreativität ein und erzeugen Termindruck.

Den Ehrgeiz der Eltern nicht auf die Kinder übertragen.

Nicht jeder Junge wird ein Fußballstar und nicht jedes Mädchen eine Prima Ballerina. Unser örtlicher Fußballverein hat jetzt das Kindertraining erst ab 6 Jahre freigegeben, weil ehrgeizige Eltern schon Ihre 3jährigen angemeldet haben. Manche Kinder sind für gewisse Sportarten nicht geeignet oder sie machen Ihnen einfach keinen Spaß. Das müssen Eltern akzeptieren. Starker Leistungsdruck verdirbt Kindern eher noch den Spaß. (Liebe Spielfeldrand-eltern: Es ist wirklich „nur ein Spiel“).

Nicht zu früh spezialisieren.

Was aber nicht heißt, dass Kinder keine Bewegungsangebote nutzen sollen. Kinderturnen, Spielstunden usw. bieten vielseitige Bewegungserfahrung unter professioneller Anleitung und machen auch großen Spaß. Wichtig ist, dass Kinder die Möglichkeiten haben, alles auszuprobieren. So finden Sie den Sport, der Ihnen am besten liegt. Es gibt auch sogenannte Ballschulen, pädagogische Konzepte, die alle Ballsportarten umfassen und die wichtigsten Komponenten der Bewegung und Teamsport fördern. Die Koordinativen Fähigkeiten sollten sehr breit angelegt sein. Eine zu frühe Festlegung verschließt möglicherweise einige Wege und ist zudem eine einseitige Belastung des Bewegungsapparates.

Keine allgemeingültigen Empfehlungen

Dieser Text zum Kindertraining ist sehr allgemein gehalten. Man kann auch schlichtweg keine konkreten Empfehlungen geben, welcher Sport in welchem Alter sinnvoll ist. Es hängt von dem individuellen Entwicklungsstand zu viel ab. Lassen Sie sich gegebenenfalls vom Kinderarzt oder dem Sportlehrer in der Schule beraten. Auch bieten manche Vereine Probetraining, Tag der offenen Tür oder ähnliche Möglichkeiten an. Einfach mal reinschnuppern. Hören Sie außerdem auf Ihr Kind. Kinder äußern Ihre Begeisterung meistens sehr deutlich. Bei entsprechender Eignung ist durchaus auch eine intensive Förderung möglich.

Super Spielplätze

Hier macht es richtig Spaß. Austoben und Bewegungserfahrung sammeln