Höhentraining

HöhentrainingHöhentraining

Ein Höhentraining ist etwas für echte Ausdauer Spezialisten.  Als Personal Trainer und Sportler reizt es mich immer, etwas neues auszuprobieren. An der Uni hatte ich selbst mal an einer mehrwöchigen Studie teilgenommen. Währende des Fahrradergometertrainings hatte ich eine Maske über Mund und Nase. Hier wurde Luft zugeführt, deren Sauerstoffgehalt reduziert war, um somit die Luft auf einer Höhe von ca 4000m zu simulieren. Mit professioneller Trainingsplanung wurde in regelmäßigen Abständen durch Laktattest die Wirksamkeit des Trainings überprüft. Gerade diese Tests waren die Hölle. Ich wollte mir nur noch die Maske vom Gesicht reißen. Die Beine konnten treten, aber es kam gefühlt zu wenig Sauerstoff in die Lunge. Leider konnte ich die Studienergebnisse nicht einsehen. So weiss ich bis heute nicht, ob es gewirkt hat. Jedenfalls war es anstrengend genug. Wobei es sich strenggenommen nicht um ein Höhentraining, sondern um ein Hypoxie (Sauerstoffmangel) Training gehandelt hat.

Gerade in der Leichtathletik und im Radsport ist Höhentraining verbreitet. Für Wettkämpfe in Großer Höhe soll der Körper angepasst werden. Man spricht von Höhenanpassungstraining. Hier sind auch gute Erfolge vorzuweisen. Ob Höhentraining jedoch auch zu Verbesserungen im Flachland führt, ist umstritten.

Welche Effekte soll Höhentraining haben?

  • Mehr rote Blutkörperchen, d.h. besserer Sauerstofftransport
  • Stoffwechselanpassungen bezüglich der Energiebereitstellung im Muskel
  • Hyperventilation d.h. gesteigerte Belüftung der Lunge

Mehr rote Blutkörperchen bzw. ein erhöhter Hämatokrit Wert können auch durch Doping erzeugt werden. Generell hat das Höhentraining auch Nachteile, weshalb es in Fachkreisen durchaus umstritten ist.

Details dazu finden Sie bei Wikipedia Effekte des Höhentrainings

Anpassung des Körpers an Höhe

Wer schon einmal sehr schnell beim Bergwandern aufgestiegen ist, der hat die Unterschiede in großer Höhe möglicherweise gemerkt. Kopfschmerzen und Übelkeit können die Folge sein. Deshalb sollte man bei Ausdauersport in großen Höhen langsam aufsteigen. So bleibt dem Körper die Zeit, sich zu aklimatisieren. Bei Mehrtagestouren ist ein Aufenthalt in der Höhe sinnvoll. Bei Extrembergsteigern gibt es die sogenannten Basislager.

Hier finden Sie Maßnahmen bei Höhenkrankheit

 

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Jörg Gerstmann

Jörg Gerstmann ist Diplom Sportwissenschaftler und Personal Trainer in München und Starnberg. Er arbeitet als freier Berater im betrieblichen Gesundheitsmanagement bei symbicon und Area Manager bei Power Plate.

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