Funktionskleidung

FunktionskleidungFunktionskleidung

Funktionskleidung ist natürlich gerade im Outdoor Training ein wichtiger Punkt. Im Hochleistungssport kann das richtige Material leistungsentscheidend sein. Im Freizeitsport entscheidet die richtige Kleidung oft über Spaß oder Frust. Gerade bei langen Wanderungen, Ski Tagen oder Motorradtouren mit nassen Klamotten am Körper ist der Spaß ein wenig eingetrübt, sobald das Wetter schlecht wird.

Wobei heute die Funktionskleidung insbesondere Outdoorjacken teilweise überhandgenommen haben. Ich sehe in München an der Isar Menschen mit Ihrem Hund spazieren, die in derselben Kleidung auch die Zugspitze besteigen könnten. Zusätzlich mit Pulsmesser, Schrittzähler, Höhenmesser und GPS. Und natürlich sind Sie an die Isar mit einem Geländewagen (SUV) gefahren.

Zurück zum Thema. Ganz einfach gesagt sind es drei funktionelle Schichten, die über den Komfort Ihrer Kleidung entscheiden:

  • Unterwäsche: sollte möglichst eng anliegen, um optimalen Abtransport von Feuchtigkeit (Schweiß) zu gewährleisten. Sie muss natürlich auch aus Funktionellen Materialien bestehen (keine Baumwolle)
  • Isolationsschicht: Leitet die Feuchtigkeit weiter und wärmt. Je dicker, desto wärmer. Hier eignet sich Fleece besonders gut
  • Schutzschicht: Sie schützt gegen Einflüsse von außen, wie Regen und Wind

Gerade bei Ausdauersportarten ist Funktion und Tragekomfort wichtig. Wer schon einmal einen Marathon oder Halbmarathon gelaufen ist, mit einer Laufhose die zu locker sitzt und an den Oberschenkeln scheuert, der weiß wovon ich spreche. Als Personal Trainer bin ich selbst auf gute Kleidung angewiesen, da ich oft mehrere Trainingseinheiten hintereinander habe.

Auch sollte man nicht unterschätzen wie warm es durch die Bewegung wird. Wenn die Thermoregulation des Körpers einsetzt. Schwierig ist z.B. die richtige Kleidung auf Skitouren. Zu warm und man schwitzt beim Aufstieg zu viel, zu kalt und die Abfahrt wird eisig. Hier spielt auch das Gewicht der Kleidung eine Rolle, das man evtl. zusätzlich in den Rucksack packen muss. Auch sollte die Kleidung schnell trocknen können. Vom Material gibt es inzwischen eine große Auswahl. Hier sollten Sie sich im Fachhandel beraten lassen. Behalten Sie dabei auch solche Aspekte wie Umweltschutz und Schadstoffe im Auge. Gerade kürzlich hat Greenpeace auf der ISPO wieder den hohen Anteil an Schadstoffen in Outdoor Kleidung kritisiert.

Weitere Punkte zu beachten:

  • Einen großen Teil der Wärme verlieren wir über den Kopf, Kälteschutz im Winter und Sonnenschutz im Sommer sind wichtig. Vor allem bei kleinen Kindern
  • Im Nacken liegen empfindliche Nervenfasern, hier entsteht der Sonnenstich, also unbedingt schützen
  • Die richtige Brille gehört unbedingt zum Equipment. Müde und gereizte Augen können schon den Spaß verderben, lassen Sie sich professionell beraten
  • Socken: Wenn Sie komplett eingekleidet sind, sollten Sie an diesem Detail nicht sparen. Auch sie sollten funktionell sein. Nassgeschwitzte Baumwollsocken reiben und machen unangenehme Blasen. Vom Geruch ganz zu schweigen.
  • hier Tipps zum richtigen Laufschuh und Laufen im Winter

Jetzt wünsche Ich Ihnen viel Spaß beim Bergwandern, Radeln, Joggen und Skitouren!

 

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Jörg Gerstmann

Jörg Gerstmann ist Diplom Sportwissenschaftler und Personal Trainer in München und Starnberg. Er arbeitet als freier Berater im betrieblichen Gesundheitsmanagement bei symbicon und Area Manager bei Power Plate.