Was ist Digital Detox?

Digital DetoxWas ist Digital Detox?

Digital Detox ist wieder mal ein sexy Modewort. Aber erstmal:
Wissen Sie, warum sich Männer zum pinkeln neuerdings hinsetzen? Weil man das neue I-phone nur mit zwei Händen halten kann! Haha.
Digital Detox? Ist das wieder irgend so ein Schmarrn aus den USA. Was zum Teufel soll das heißen? Einfach mal wörtlich übersetzt ist es Digitale Entgiftung. Wir sind ja bekanntlich ständig und jederzeit online und erreichbar. Mann bewegt sich nur noch körperlich in der realen Welt, mit dem Kopf ist man stets woanders. Die Smombies sind allgegenwärtig. Von der jungen Generation und sozialen Netzwerken mal abgesehen ist die digitale Erreichbarkeit aber zunehmen ein Problem der working class.

Wer heute eine E-Mail versendet wartet auf eine schnelle Antwort, völlig egal, wo sich der Empfänger befindet. Ein Personal Training Kunde hat mir einmal gesagt: „Jörg, auf meiner Hierarchieebene kann ich es mir nicht erlauben, eine Abwesenheitsnotiz einzustellen.“ Ein anderer hat sich über seinen Urlaub am Strand gefreut, da hat er morgens endlich Zeit, in Ruhe ein paar überfällige E-Mails zu bearbeiten.
Ok, was kann jetzt dagegen getan werden?
Ein guter Freund ist in ein Kloster gegangen, um für seine Patentanwaltsprüfung zu lernen. Ein anderer hat sich für ein Wochenende eine Berghütte angemietet. Offline. Ein paar einfache und vor alle umsetzbare Ratschläge.

Schlafzimmer Smartphone-, Laptop-, TV-frei halten
Kurz vor dem schlafen gehen noch auf das Smartphone sehen oder auch TV kann zu einem unruhigen Schlaf führen. Das Telefon sollte auch im Schlaf nicht in Reichweite liegen. Weitere Tipps zu gesundem Schlaf.

Analoge Wecker oder Flugzeugmodus
Wenn es gar nicht anders geht und das Smartphone als Wecker benutzt werden muss, dann doch wenigstens im Flugzeug Modus. Kein unnützes Netz.

Mail Einstellungen
In jedem Mail Programm kann man die Abrufhäufigkeit einstellen. Und sich bewusst für E-Mail Empfang entscheiden. Manchmal wundert man sich, wie wenig man verpasst, wenn man nur 1-2mal täglich Mails checkt (manuelle Abfrage einstellen).

Mit Freunden beim Essen
Eine gesellige Runde ist etwas Besonderes. Beim Essen in Bar oder Restaurant bietet sich ein Trick an: alle legen Ihr Smartphone auf den Tisch. Display unten. Wer es zuerst umdreht, der zahlt eine Runde oder die ganze Rechnung!

Abschalten statt Stand By
Ein digitales Gerät neu hochzufahren kostet mehr Überwindung, als es einfach vom Stand by zu reaktivieren. Außerdem ist ein vollständiges Herunterfahren manchmal notwendig, um Updates zu installieren.

Arbeit sammeln
Nicht wegen jeder Kleinigkeit das Gerät aktivieren, sondern erst dann, wenn sich einige Arbeiten angesammelt haben. Diese Arbeitsweise ist auch deutlich effizienter.

Handy versehentlich vergessen
Wenn du dich mit Freunden triffst, mit der Familie spazieren, morgens zum Bäcker oder abends joggen gehst, dann lass dein Handy zu Hause. Wenn du es nicht dabei hast, kannst du auch nicht drauf schauen. Das fühlt sich dann erstmal sehr ungewohnt an … aber irgendwann dann auch befreiend!

Lege einen Offline-Tag ein
Die selbe Idee wie ein Veggie Day. Einmal darauf verzichten in der Woche. Kümmere Dich um echte soziale Kontakte, bewege Dich, lasse es Dir gut gehen.

Praktiziere Achtsamkeit
Achtsamkeit hört sich ziemlich nach Yoga bzw. Esoterik an. Aber eigentlich bedeutet es nur, sich bewusst auf eine Sache zu konzentrieren, ohne sich ablenken zu lassen. Einmal wirklich „nur“ ein Buch lesen. Oder „nur“ essen. Ohne viele Sachen nebenbei zu erledigen.

Author Description

Jörg Gerstmann

Jörg Gerstmann ist Diplom Sportwissenschaftler und Personal Trainer in München und Starnberg. Er arbeitet als freier Berater im betrieblichen Gesundheitsmanagement bei symbicon und Area Manager bei Power Plate.

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